Lanzarote ist keine klassische „Postkarten‑Insel“ mit endlosen Palmenstränden, und gerade das macht ihre Küste so spannend. Zwischen schwarzen Lavafeldern, hellen Sandbuchten und türkisfarbenem Wasser findet man einsame Naturstrände genauso wie familienfreundliche Stadtstrände mit Promenade. Von Mácher aus liegen viele der schönsten Spots weniger als 10 Minuten mit dem Auto entfernt.
Papagayo: Postkartenmotiv im Süden
Die Playas de Papagayo sind eine Kette mehrerer kleiner Buchten an der Südspitze der Insel, geschützt in einer Art natürlichen Halbrunde. Feiner, heller Sand trifft hier auf glasklares, meist sehr ruhiges Wasser – ideal zum Schwimmen, Schnorcheln und für einen ganzen Strandtag.
Die Zufahrt erfolgt über eine Schotterpiste durchs Naturschutzgebiet, am Eingang wird eine kleine Gebühr (Kartenzahlung) fällig. Wer früh kommt, parkt nah an den Buchten und erlebt Papagayo noch relativ ruhig, später am Tag wird es vor allem in der Hauptsaison deutlich voller.
Entfernung von Mácher: ca. 20 Minuten
Playa Grande & Playa Chica: Strände von Puerto del Carmen
Playa Grande: Viel Platz und Promenade
Playa Grande ist der lange Hauptstrand direkt an der Avenida de las Playas. Breiter, heller Sand, flach abfallendes Wasser und eine gute Infrastruktur mit Liegen, Duschen und Cafés machen ihn ideal für Familien oder Gäste, die gern zwischen Meer und Promenade wechseln. Trotz der Größe findet man mit etwas Geduld fast immer ein ruhiges Eck.
Entfernung von Mácher: ca. 15 Minuten
Playa Chica: Klein, geschützt und perfekt zum Schnorcheln
Nur ein Stück weiter liegt die Playa Chica, eine kleine, gut geschützte Bucht. Das Wasser ist hier oft besonders ruhig und klar, der Einstieg angenehm flach – perfekt zum Schnorcheln oder für erste Tauchgänge. Rund um die Felsen tummeln sich zahlreiche Fische, und in den Tauchschulen vor Ort werden Ausflüge für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten.
Entfernung von Mácher: ca. 7 Minuten
Famara: Weite, Wellen und Surfer‑Atmosphäre
Ganz anders wirkt der Norden mit der Playa de Famara. Der kilometerlange, naturbelassene Strand verläuft entlang einer dramatischen Steilküste und ist deutlich rauer als die geschützten Buchten im Süden.
Famara ist ein Hotspot für Surfer und Kitesurfer; Schwimmen ist wegen Strömungen und Wellen oft nur eingeschränkt möglich und sollte mit Vorsicht erfolgen. Dafür gibt es kaum einen besseren Ort auf der Insel für lange Strandspaziergänge, Sonnenuntergänge und dieses besondere „Ende‑der‑Welt‑Gefühl“.
Entfernung von Mácher: ca. 30 Minuten
Charcos, die natürlichen Swimming Pools
Zwischen den schwarzen Lavaklippen Lanzarotes verstecken sich überall natürliche Felsbecken, die bei Flut mit Meerwasser gefüllt werden. Besonders schön sind sie an windstillen Tagen, wenn das Wasser türkis schimmert und kleine Fischschwärme zwischen Seegras und Muscheln umherhuschen. Kinder lieben diese flachen, natürlichen Pools zum Planschen, während Erwachsene entspannt im kristallklaren Wasser baden können. Von Mácher aus findest du solche Charcos entlang der Küste bei Playa Blanca. Im Nordosten um Punta Mujeres gibt es gut gesicherte Charcos mit Treppen zum Einsteigen.
An dieser Stelle eine Mahnung zur Vorsicht: der Atlantik um Lanzarote ist wunderschön, aber tückisch. Starke Unterströmungen können selbst gute Schwimmer in wenigen Momenten aufs offene Meer ziehen. An unbewachten Stränden wie Famara oder den Papagayo-Buchten gibt es oft keine Rettungsschwimmer. Halte dich immer im flachen Wasser, schwimme nie allein und achte auf rote Flaggen oder Warnschilder. Besonders die Charcos stellen bei Wellengang oder starkem Wind eine große Gefahr da.
Caletón Blanco: Heller Sand im Lava-Labyrinth
Der Caletón Blanco liegt im Nordosten der Insel und ist ein Kontrastprogramm zu den Stränden im Süden. Heller, fast weißer Sand füllt die schwarzen Lavaformationen, dazwischen bilden sich natürliche, flache Pools.
An windigen Tagen findet man in den Lavabuchten geschützte Plätze, an ruhigen Tagen schimmern die Becken türkis. Der Strand ist eher naturbelassen, also ideal für alle, die es ursprünglich mögen und gern ein Picknick mitbringen.
Entfernung von Mácher: ca. 40 Minuten
Praktische Tipps für Strandtage
- Anfahrt: Mit dem Mietwagen erreichst du die meisten Strände in 10–25 Minuten. Für Papagayo solltest du die Schotterpiste einplanen und etwas langsamer fahren.
- Parken: In Puerto del Carmen gibt es entlang der Avenida in den Seitenstraßen meist genügend Stellplätze, an Papagayo und Famara empfehlen sich frühe Ankunftszeiten.
- Ausrüstung: Sonnenschutz, Wasser und ein leichter Windschutz (Tuch oder Strandmuschel) gehören immer ins Gepäck – die Atlantikwinde sind oft stärker, als sie scheinen.
- Jahreszeiten: Selbst im Winter ist Strandwetter keine Seltenheit, aber das Wasser bleibt frisch. Im Sommer helfen Vormittags‑ oder Spätnachmittagstermine, die stärkste Hitze zu vermeiden.
Fazit: Die richtige Bucht für jeden Geschmack
Ob du lieber in ruhigen Buchten wie Papagayo und Playa Chica badest, an der weiten Playa Grande flanierst oder am wilden Famara die Brandung spürst – von Mácher aus liegen die eindrucksvollsten Strände Lanzarotes nur eine kurze Fahrt entfernt. So lässt sich jeder Urlaubstag spontan nach Laune planen: morgens ein Café in der Villa, mittags ans Meer, abends zurück ins ruhige Mácher mit Blick über die Lichter von Puerto del Carmen.